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Aus den Sprachnachrichten des "Verein Deutsche Sprache" :

August 2018: Denglisch des Todes

Public Viewing ist nicht der einzige denglische Begriff, der Befremden auslöst. Während in Deutschland damit gerne das gemeinsame Anschauen eines Fußballspiels, zumeist unter freiem Himmel auf einer Großbildleinwand bezeichnet wird, kann damit im Englischen auch eine Aufbahrung eines Verstorbenen angekündigt werden. Obwohl dies seit mehreren Fußballgroßereignissen bekannt ist, haben sich schöne Alternativen wie „Rudelgucken“ noch nicht etabliert.

Ähnlich makaber ist der Werbespruch, den sich einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nach ein Fotograf im Bayrischen Wald einfallen ließ. Eltern, die sich Fotos ihrer Neugeborenen wünschen, versuchte er mit dem Angebot eines „New Born Shooting“ zu überzeugen. Der kleine Einschub Foto, hätte für Klarheit sorgen können. So aber könne shooting auch als Erschießung gelesen werden, beklagt der ehemalige Englischlehrer und VDS-Mitglied Franz Aschenbrenner, der seine Kinder wohl vorsorglich nicht in die Nähe dieses Fotogeschäfts gelassen hätte. (sueddeutsche.de)