Menschen
Hier soll über Menschen berichtet werden (Kurzform), die für Bissendorf und/oder direkte Nachbarschaft (Wennebostel, Scherenbostel) eine prägende Persönlichkeit waren.
Um nicht bis Adam und Eva zurück zu gehen, sind Namen aus dem 20.JH zugelassen mit Ausnahmen: G.-A.Bürger, Heinrich Henstorf, Carl Nutzhorn, Hinrich Braasch, Otto Knibbe, Ernst Sperber, Annemarie Nutzhorn. Diese sind zuoberst erwähnt.

GA BürgerGA.Buerger-StrBürger, Gottfried August,(1748-1794), Dichter der Aufklärung, bekannt u a.durch seine Ballade " Eleonore ", Theologiestudium, dann Jura, 1772 Amtmann in Altengleichen/Uslar; Bekanntschaft mit den Schwestern Leonhard, die älteste Anna Elisabeth war mit dem Bissendorfer Amtsvoigt Elderhorst verheiratet. 1774 Heirat Marianne Auguste (Dorette). Nach Tod seiner ersten Frau und Trauerjahr heiratete er 1785 „seine Molly“ Augusta Maria in der Michaeliskirche in Bissendorf. Molly stirbt im Kindbett 1786, die Tochter Anne Auguste wird in Bissendorf erzogen und konfirmiert. Nur 5x (aber insges. 15 Monate) nachweislich war Bürger in Bissendorf. Übersetzte den „Baron von Münchhausen“ 1784 ins Deutsche . Starb 1794 in Göttingen

Henstorf Henstorf-StrHenstorf, Heinrich , (1859-1953), geboren und gestorben in Bissendorf, berufliches Wirken als Lehrer bis zur Pensionierung in Berlin; 1938 verfasste Henstorf die Bissendorfer Ortschronik; seine Verdienste: Er und Ehefrau Hedwig (1877-1960) vermachten bereits zu Lebzeiten 1951 ihr Vermögen der Henstorf-Stiftung zur Förderung der Jugendarbeit, daher ernannte ihn die damalige Gemeinde Bissendorf zum Ehrenbürger; der Henstorf-Stiftung fiel durch den Verkauf des Hauses Bissendorf Nr.69 (Badens Haus) und durch plötzlich zum Baugebiet "Kummerberg" gewordenes Land viel Geld zu und damit konnte sie den Stiftungsgedanken realisieren und somit jedes Jahr eine Summe für die Jugendförderung zur Verfügung stellen..

BraaschHinr-Braasch-StrBraasch, Hinrich, (1878-1968), Lehrer und Heimatdichter; als junger Lehrer kam Braasch 1904 aus dem Stader Land nach Bissendorf, wo er am 21.7.1904 seine Frau Sophie heiratete und zwei Töchter zeugte. 1930 bezog er das ehemalige Lusthaus im früheren Amtsgarten, heute "Im Wöhren 5"; Braasch verfasste Texte, Gedichte und Beiträge für den Schulfunk und mundartliche Radiosendungen, die über die Sender NORAG, den Reichssender Hamburg und den NWDR ausgestrahlt wurden. Er wurde Ehrenmitglied des Heimatbund Niedersachsen. Am 2. September 1954 wurde ihm anlässlich seines 76. Geburtstages vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Kopf und Landtagspräsident Karl Olfers das Bundesverdienstkreuz überreicht in Anerkennung seiner Verdienste um die plattdeutsche Muttersprache.

BrandtHeimatmuseums-TafelBrandt-StrasseRichard Brandt (1899-1984), geboren in Norden, verheiratet, 2 Kinder; als Lehrer in der Gemeinde Bennemühlen tätig. Nach Entnazifizierung ursprünglich vorgesehen zur Wiederbesetzung in Bennemühlen, wo inzwischen Lehrer Jabs tätig war. Auf Antrag von Jabs blieb der dort und so kam Brandt zur Schule in Wennebostel (1949-69). Ratsherr in Wennebostel unter den Bürgermeistern Hugo Riechers und Wilhelm Gerke; Schriftsteller und Heimatforscher sowie Publizist für das Burgdorfer Kreisblatt, trug mit seinem Fahrrad alte Gegenstände zusammen, bis er 1963 das Heimatmuseum in Bissendorf unter Mithilfe der Gemeinde Bissendorf im Amtshaus eröffnen konnte. 1984 konnte das Heimatmuseum in das Kavaliershaus umziehen und bekam in einer Feierstunde den Namen des Gründers: Richard-Brandt-Heimatmuseum. Brandt zog sich zeitgleich aus der Museumsleitung zurück und übergab sie an Gerhard Mathies. Brandt wurde zum Ehrenbürger der Altgemeinde Bissendorf ernannt.  Artikel über die Museums-Namensgebung

Otto KnibbeKnibbe, Otto (1899- 1945), Bauer, verheiratet, 2 Kinder, Bürgermeister von Bissendorf  1933-10.4.45 ; Bissendorf hat ihm zu verdanken, dass die Amerikaner den Ort nicht zerstört haben. Mutig und selbstlos  verhinderte er, Mutig und selbstlos  verhinderte er, dass Bissendorf von Mutig und selbstlos  verhinderte er, Mutig und selbstlos verhinderte er, dass Bissendorf von zurückflutenden Wehrmachtseinheiten militärisch verteidigt wurde. Er konnte unter Lebensgefahr die Soldaten überreden, ihre Verteidigungsstellungen aufzugeben. Dann kamen die Amerikaner von Resse über Wiechendorf-Scherenbostel, beim Bahnübergang kamen ihnen die Knibbeschen Ordnungsleute mit weißen Fahnen entgegen, um das Dorf zu übergeben. An der Schilling-Kreuzung bezog der amerik. Panzerverband Stellung und man rief nach dem Bürgermeister (Otto Knibbe),  der bestätigte, dass keine versteckten Truppen oder andere Gefahren drohten. Am 9.4.45 wurden viele Leute abgeholt und später erschossen, trotzdem versuchte Knibbe, eine gewisse Ordnung aufrecht zu erhalten und wies auch das Ansinnen von „Unbelehrbaren“ zurück, sich den Kommunisten anzuschließen.  Am 10.4.45 mittags wurde Knibbe nach einer offensichtlichen Denunziation überraschend von amerik. Soldaten abgeholt und am gleichen Tag vor Burgwedel erschossen. So hat er seine Geradlinigkeit, in Bissendorf kein Gemetzel zuzulassen, und seine selbstlose Hilfe gegenüber vielen Bürgern mit dem Leben bezahlt.

SperberSperberSperber-WegSperber, Ernst (1890-1973), verheiratet, ein Kind; Pastor in St.Michaelis (1928-1959) mit der zweitlängsten Dienstzeit; 548 getraute Paare ist schon eine Zahl, die sich sehen lassen kann; sehr beliebt bei der Bevölkerung allgemein und seiner Kirchengemeinde insbesonders, die er "mit großer Güte, gewinnender Herzlichkeit und unermüdlicher Hilfsbereitschaft geleitet hat" (Zitat Hann.Allg.). Im 1.Weltkrieg Lazarettpfarrer im Osten; nach dem 2.Weltkrieg machte er sich stark für die Ausweitung von Bauland westlich der Bahn, wo dann auf Kirchengelände mit Erbpacht die Wohnbebauung starten konnte. Eine unentbehrliche Stütze für Sperber war seine Ehefrau Käthe, sie war seine rechte Hand in der seelsorgerischen Betreuung und sie liebte ihren Garten. Sperber nahm gerne an Familienfeiern im Dorf teil. 1959 nach Pensionierung Umzug in den Bungalow der Kirche zur Flassworth hin.    Hier noch ein Konfirmationsbild aus 1952 (Geburtsjahrgang 1937)

Nutzhorn, CarlNutzhorn, Carl Dietrich (1860-1914), oft auch Karl geschrieben, verheiratet, 3 Kinder (Adolph, Frieda, Annemarie), Pastor in Bissendorf 1894-1913, vielseitige wissenschaftliche Interessen, Tätigkeiten und Heimatforschung, u.a. Veröffentlichungen über Gottfried August Bürger, Ludwig Christoph Heinrich Hölty und Georg Heinrich Busse. Schriftwechsel mit Hermann Löns. Beteiligung an einer archäologischen Grabung am Galgenberg ( Gailhof ) des bekannten Prähistorikers und Museumsdirektors Prof. Dr. Carl Schuchardt und dessen Veröffentlichung über historische Grabsteine, u.a. aus Bissendorf, die durch ihn z. T. wiederaufgefunden, auf seine Anregung an den Außenwänden der Kirche angebracht und so der Nachwelt erhalten wurden.

 
Annemarie NutzhornAnnemarie NutzhornAnnemarie Nutzhorn Nutzhorn, Annemarie (1891-1978) Gemeindeschwester in Bissendorf, in Hodenhagen als Tochter des Pastors Carl Nutzhorn geboren, seit 1894 in Bissendorf lebend, besuchte Schulen in Hannover und entschied sich früh für die soziale Arbeit, war dem Henriettenstift so verbunden, dass sie stets dessen Tracht trug. Drei Jahre im Pestalozzistift, kam dann nach Bissendorf, wo sie mit Pastor Vogelsang in dessen Schwesternstation arbeitete. 1920 kam Dr.Hahn sen. in die Wedemark und seitdem arbeitete Nutzhorn mit ihm in der „Bereitschaft Bissendorf“ des DRK und widmete sich der Ausbildung von DRK-Helfern und -innen, die dann ab 1939 mit ins Feld mussten, um den Soldaten in Verbandsplätzen und Lazaretten zu helfen. 1930 gründete sie in der heutigen Pfarrscheune den ersten Kindergarten. Bis zu ihrem 70.Lebensjahr aktiv. Gestorben nach einem segensreichem Leben im Alter von 87 Jahren.

SennheiserSennheiser-PlatzSennheiser, Fritz; Prof.Dr.Ing. (1912-2010), verheiratet, 2 Kinder, seit 2009 Ehrenbürger der Gemeinde Wedemark; Studium der Elektro- und Nachrichtentechnik in Berlin und Hannover 1932-38, 1940 Promotion; 1945 Gründung von Labor W mit Eintrag in die Handwerksrolle; aus dem Labor W wurde im Laufe der Jahrzehnte die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG. 1982 übergab Fritz Sennheiser die Geschäftsführung an seinen Sohn Jörg Sennheiser (*1944). Von 1943 bis 1983 lehrte er an der Universität Hannover und wurde 1960 Honorarprofessor; Sennheiser war ein Patriarch der alten Schule im besten Sinne und wurde von den Mitarbeitern verehrt. Er war ein Familienmensch und hatte für seine Leute und die Gemeinschaft, in der er lebte, immer ein offenes Ohr. Fritz Sennheiser hat viele Auszeichnungen bekommen, das Bundesverdienstkreuz hat er aber 3 x abgelehnt. Die Sennheiser-Stiftung wurde 2005 ins Leben gerufen, um das Uhlhorn-Hospiz zu fördern, 2008 wurde die Fritz-Sennheiser-Stiftung unter dem Dach der Diakoniestiftung ins Leben gerufen. Fritz Sennheiser war ein Mensch, den man nicht vergisst !

KlipphahnKlipphahn, Hans, (1928 - 2011) ein echtes Bissendorfer Urgestein, verheiratet, drei Kinder; 1950 Mitbegründer der Schützengesellschaft Bissendorf, 1977 - 1992 erster Vorsitzender, bekam viele Ehrungen aus dem Schützenwesen, aber auch übersportlich hatte er noch diverse Vorstandsämter inne; 1985 Mitbegründer der Interessengemeinschaft Bissendorfer Kaufleute (IBK); 1987 Ehrenvorsitzender der Schützengesellschaft Bissendorf; 1999 Autor der Chronik „Schützenwesen in Bissendorf“; seit März 2002 Ehrenmitglied der Deutschen Verkehrswacht, Ortsgruppe Wedemark; 2005 Verfasser der Chronik „50 Jahre Kreisschützenverband Wedemark-Langenhagen e.V.“; Klipphahn war leidenschaftlicher Sammler der Bissendorfer Geschichte, z.B. sammelte er alle Ausgaben des Wochenblattes „Wedemark-Echo“ seit der Erstausgabe;


HahnHahnHahn, Hellmuth, Dr. med., (8.1.1927 -24.8.2015) in Bissendorf, verheiratet, 3 Söhne; bis 1950 als Krankenpfleger und Laborgehilfe tätig, ab 1950 Medizinstudium, 1956 Promotion zum Dr. der Medizin; von 1964 – 1969 übernahm er von seinem verstorbenen Vater die Privatklinik „Krankenhaus für das Alte Amt Bissendorf/Hannover“; Mitglied in mehreren Vereinen; von 1969 - 1973 im Rat der Gemeinde Bissendorf; von 1975-1980 Gutachter für die LVA und ehrenamtlicher Richter beim 5.Senat des Landessozialgerichtes Celle; (Hobby-)Ortshistoriker und Heimatforscher seit den 70er Jahren, mit vielen Dia-Vorträgen und Veröffentlichungen; 1969-1973 im Rat der (alten) Gemeinde Bissendorf, von 1974 bis 1977 Ortsbürgermeister von Bissendorf; ab 1989 Gemeinschaftspraxis; 1997 aus dem ärztl. Berufsleben zurückgezogen; von 1998 bis 2001 Sprecher des Seniorenbeirats; 2000 Verfasser der Bissendorfer Bildchronik mit Hof- und Familiengeschichten; Neuschreibung und Digitalisierung der Bissendorfer Kirchenbücher; Mitwirkung an vielen Chroniken der Wedemark; Verfasser mehrerer Bücher wie z.B. Amt, Kirche, Schule und Bissendorfer Straßennamen; starkes Engagement beim Verschönerungsverein Bissendorf, wo er die Kurzform der alten Hofgeschichten auf Emaille-Schilder drucken ließ, die nun an allen alten Hofstellen zu finden sind; 2010 Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens aufgrund besonderer Verdienste als Heimatforscher und Dorfchronist für die Gemeinde Bissendorf und die Wedemark; 2011 Neufassung des Buches über das Amt Bissendorf; vorgestellt 1.Feb.2012; u.v.m.

ReimannReimann+andereReimann-StrReimann, Georg, (1922-1993), Malermeister, verheiratet, 3 Kinder. 1947 (Rückkehr aus Gefangenschaft) Übernahme des väterlichen Malerbetriebes. Seit 1955 Kommunalpolitiker, 1964-1974 Bürgermeister von Bissendorf, ab Gebietsreform 1974 dann ehrenamtlicher Bürgermeister der Wedemark bis 1991; von 1956-1991 Mitglied im Verwaltungsausschuss; von 1981-1991 auch CDU-Kreistagsabgeordneter; Verleihung des Bundes-Verdienstkreuzes durch Ernst Albrecht; viele weitere Auszeichnungen , so u.a. vom Städte- und Gemeindebund, Ehrennadel der Gemeinde; mehr als 25 Jahre Engagement in der Fluglärm-Kommission, u.a. war es auch ihm zu verdanken, dass die Diagonalstartbahn in Langenhagen -mit starkem Eingriff in die Natur- nicht gebaut wurde. Hobby: Leidenschaftlicher "Heger" und "Pfleger" der Jagd; weiteres Hobby: jedes Jahr wurden die Schützenscheiben von Bissendorf von Reimann gemalt. Im Vereinsleben von Bissendorf war Reimann eine feste Größe, da er seine Verbundenheit mit den Vereinen durch persönliche Anwesenheit bekundete. Ältere Bissendorfer werden sich gerne an viele Fußwanderungen des Naturliebhabers Reimann erinnern.

MysegadesMysegades+andereMysegades-WegMysegades, Dieter, (1934-1999), Kaufmann der Immobilienwirtschaft, verheiratet, 3 Kinder, von 1976-1979 Mitglied im Ortsrat und ab 1979-1991 Ortsbürgermeister in Bissendorf, von 1981-1996 Ratsherr der Gemeinde Wedemark. Vater der Patenschaft mit der Panzerjäger-Kompagnie in Luttmersen; nachdem 1960 die 600-Jahr-Feier groß gefeiert worden war, hatte man 1984 festgestellt, dass Bissendorf 1285 urkundlich erwähnt wurde und somit schon 700 Jahre besteht. Mysegades war 1985 Organisator der großen 700-Jahr-Feier mit 70 Festwagen und Resonanz in der ganzen Region; 17 Jahre Vors. in der Henstorf-Stiftung; 1978 erweckte Mysegades zusammen mit Erich Marks, Hans Klipphahn und Cord Knibbe den damaligen Verschönerungs- und Verkehrsverein (gegr.1963) aus seinem Dornröschenschlaf unter dem neuen Namen "Verschönerungs- und Naturschutzverein e.V." (e.V. 1983), dem er auch bis 1990 vorstand; Realgemeindevorstand von 1981-1999; er wirkte mit beim Bau des neuen Feuerwehrhauses 1992 , Wegbereiter für das Baugebiet "Güldener Winkel"; Mysegades war 1985 auch Geburtshelfer für den Bissendorfer Weihnachtsmarkt , der inzwischen Tradition ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Mysegades war der 6er im Lotto für Bissendorf !

Annemarie DöpkeDöpke, Annemarie (*1939) verheiratet mit Dr.Dietmar Döpke, 4 Kinder; aufgewachsen auf elterl. Hof im Landkreis Rothenburg/Wümme, Lehre der Hauswirtschaft, danach Pädagogik-Studium und tätig als Landwirtschafts-Lehrerin, 1972 nach Bissendorf gekommen, um den Hof Döpke (Nr.97 in den Hofgeschichten) zu übernehmen, da Ehemann Dietmar in Göttingen noch promovierte; Vorsitz im Landfrauenverein 1989-1999 und im Schulelternrat 1976-1987; politische Stationen: nach Wolf Roßberg  von 1991 – 2008  Ortsbürgermeisterin, im Gemeinderat und Verwaltungsausschuss  von 1991 - 2011, zugleich erste stellv.Bürgermeisterin von 1996 - 2001  



SieversHermann Sievers Sievers-WegSievers, Hermann ( 1905-1988 ), Bissendorfer Original, verheiratet, 2 Kinder; Versicherungskaufmann, „letzter Bissendorfer Besenbinder“. „Onkel Hermann“ oder „Heikens Hermann“ war hochbeliebt, bekannt "wie ein bunter Hund" und auf vielen Gebieten aktiv für unser Dorf. Schwächelnder Schützenverein von 1912 wurde ab 1919 neu belebt, seitdem Mitglied , 19 Jahre Vorsitz, dann Ehrenvors. ab 1953; Historie der Schützenscheiben und Schützenkönige seit 1880 bis 1980 aufgeschrieben; Mitgründer des damaligen Männerturnvereins (1921) –heute Turnclub- war er zugleich Vorstand, Vorturner und Aushängeschild der Turner, viele Wettkämpfe gewonnen.  Spielte Geige sowohl beim Frauen-Turnen als auch Hochzeiten, dazu selbstverfasste Gedichte und mundartliche Erzählungen; die Vorträge zur Bissendorfer Geschichte in der Eiche durch Hahn ergänzte er durch „handgeschmiedete“ Gedichte und Erzählungen. Hermann Sievers war sehr bemüht um die Dorfgeschichte sowie Umwelt/Natur, für einen Besenbinder  wohl selbstverständlich. Wer macht schon eine 600-Jahr-Feier und noch eine 700-Jahr-Feier von Bissendorf in seinem Leben mit? Das weitere Bild zeigt "Onkel Hermann" mit der Fiedel in der Turnhalle beim Karneval.

KnibbeCord Knibbe, (*1935), verheiratet, 4 Kinder, Großhandels-Kfm., zuerst im elterl. Betrieb (Sand-Kies-Abbau), nach Tod des Vaters 1958 selbst Unternehmer im Baustoffbereich und Mitgründer "Vereinigte Mörtelwerke" später "Mörtel-Union", (tätig bis 2011), Imker/Bienenzüchter seit 1952, lange Jahre Vorsitz des Imkervereins Wedemark, Ausbildung von Nachwuchs-Imkern; Knibbe war stark engagiert im Vereinsleben einschl. Vorstandstätigkeit: Realgemeinde, Imker, Kegelverein, Schützenverein, Feuerwehr-Fanfarenzug, Turn-Club, Nabu und natürlich besonders stark im Verschönerungsverein, da hier seine Liebe für die Erhaltung des Dorfes und seiner Historie durch persönliches Engagement zum Tragen kam, hat er doch selbst 15 Fachwerkhäuser aufgebaut oder saniert. 1992 bekam Knibbe den Umweltpreis der Gemeinde. Hobbys: Neben dem Männerturnen (so lange es ging) ist Wandern, Skifahren und Radeln mit seinen jeweiligen Freundesgruppen ein MUSS ! Und mit seinem Freund Max geht er ins Hochgebirge. Mit Frau Lore aber auch in anderen Erdteilen unterwegs. 1998 zusammen mit Rainer Roscher Herausgeber des Büchleins "Döneken" -Anekdoten und Begebenheiten aus Bissendorf und Umgebung. Cord als Freund zu haben ist ein Geschenk.

BuschbaumBuschbaum, Annemarie, Scherenbostel, (*1925), Elternhaus war Landhaus Hubertus an der Wietze, heute Spachheilheim, Ausbildung und dann als techn. Kfm. tätig im elterlichen Betrieb (Fahrzeugwerke Buschbaum, Lgh.);  in Scherenbostel seit 1945 mit Unterbrechungen, leidenschaftliche Analog-Fotografin, Mitinitiatorin der Diatage Wedemark, aktiv tätig für und im "Drei-Dörfer-Treff" in der alten Schule; Chronik des Dorfes Scherenbostel 2008, Chronik des Dorfes Wiechendorf 2010; Ehrennadel der Gemeinde Wedemark 2011;

 

LüddeckeViele Informationen und Bilder stellte Friedrich Lüddecke, Evensen, zur Verfügung
Lüddecke, Friedrich (*1945), verheiratet, zwei Töchter, aufgewachsen in Bissendorf. Mitautor der „Schützenchronik Bissendorf“, „Freiwillige Feuerwehr Bissendorf“ und „Bildchronik Bissendorf“, Layout für „Hofgeschichten von Bissendorf“, „Straßen von Bissendorf“, „Amt“, „Kirche“ „Schule“, „Hand- und Spanndienste von Bissendorf“, „Register und tabellarische Übersichten von Bissendorf“, Chronik Bissendorf von 1938 für junge Leser lesbar gemacht, Layout der „Schützenchronik Scherenbostel“, Layout „Chronik Gailhof“, Erstellung einiger Familienchroniken, Digitalisierung vom „Wedemark-Echo“ von 1965-1985 für Bissendorf, Autor „Ehrenbuch von Bissendorf“ mit über 1000 Todesanzeigen, Autor „Friedhof Bissendorf Gräber“ mit über 1600 Aufnahmen von Gräbern, Layout „Bürgerhaus Bissendorf“ und weitere 1000+1-Publikationen

RoscherRoscher, Rainer (*1924), verheiratet, 2 Kinder, Musik-Studium in Berlin. Ergänzungsstudium an der PH Oldenburg, Lehrer in Bissendorf seit 1958 in der damaligen "alten Schule" am Markt. Devise: "Viel lachen im Unterricht, denn so lernt es sich leichter". 1976-1983 als Musiklehrer an die Realschule beordert. 1986 Ruhestand. 1961-1994 Leitung des "Gemischten Chores Eintracht Bissendorf", des Kinderchores und des Jugendorchesters, die er beide gründete, für die er komponierte und arrangierte. 40 Jahre lang Organist und Kantor der Michaeliskirche. Roscher bekam 1987 das Verdienstkreuz am Bande für seine Leistung um Chor- und Instrumentalmusik. 1996 Mitherausgeber des Buches "Döneken" (siehe Knibbe), 2013 Herausgeber des Buches "Komm gut heim"; seit 1994 alljährliche Kurse "Musik hören und verstehen", getragen von der ev.-luth. Kirche Bissendorf

GreveUrsula-Greve-WegGreve, Ursula (1919-2007), verheiratet, 2 Kinder mit Peter Greve (1910-1983 --ebenfalls Maler, Bildhauer, viele Aufträge für Kirchen);  höhere Mädchenschule in Freiberg/Sa., 1936-1939 Studium der Kunst in Dresden; als Funkerin im 2.WK eingezogen, als solche auch bis 1945 in Italien, dort geblieben bis 1948, intensive Malerei italienischer Motive in Rom, Neapel, Verona, Meran. Freiberuflich als Portaitmalerin und Buchillustratorin tätig, zurück in Geburtsort (DDR) wegen Tod des Vaters; 1950 Privatunterricht in Wandmalerei bei Hausschild,Leipzig; 1951 Heirat, neue Perspektiven und Zugang zu moderner Kunst durch Peter, mit dem sie viele Arbeiten gemeinsam macht; bekannt die Gedenkstätte für das Grubenunglück von Lengede; ab 1961 durch Hausbau in Bissendorf-Wietze zuhause; 1967-1984 Schuldienst Kunst und Musik in Bissendorf, ab 1984 nur noch freischaffende Künstlerin; zeichnete und malte gerne die Fachwerkhäuser aus Bissendorf, Burgwedel und Isernhagen, entwarf auch die Büste von Braasch; hat in Kursen viele Mal-Interessierte an die Malerei herangeführt. Greve mit Skizzenblock auf dem Fahrrad unterwegs war ein bekannter Anblick für ältere Bissendorfer

Dr.WillWill, Herbert, Dr.med; (1910-1995), verheiratet, 3 Kinder, Landarzt der alten Schule; Schulzeit im Bromberg/Westpreußen, Abi in polnisch, Studium der Medizin in Danzig; erste eigene Praxis in Vandsburg/Westpreußen (zwischen Bromberg und Posen), Militärarzt im 2.WK; Flucht 1945 in den Westen, amerik. Gefangenschaft; Ilse Will kam mit den kleinen Kindern in einem größeren Flüchtlingstreck (5 Pferdegespanne) nach Bissendorf, Unterkunft bei Heinrich "Vize" Knibbe auf dem Hof Nr.42 -Gottfr.-Aug.-Bürgerstraße; dann kam auch Herbert Will nach Bissendorf, fand Wohn- und ersten Praxisraum im Hause Freckmann Nr. 81 (neben Schilling), heute Mellendorfer Str. 1 ,  etwas später Umzug der Familie mit Praxis und Wohnung in das Haus Bissendorf Nr.45 -Gottf.-Aug.-Bürger-Straße 4 (unbewohnt heute). Krankenbesuche erfolgten mit dem Fahrrad, später mit dem Motorrad. Seine Assistenzärzte hatten einen Motorroller für die Krankenbesuche. Erst 3 Jahre später kam das erste Auto. 1953 Bau des eigenen Hauses "Am Mühlenberg 11" mit Praxis, damals die größte Landarztpraxis in Niedersachsen; Will war ein begnadeter Diagnostiker und es gab kein Zeitlimit für Krankenbesuche. Zusammen mit einer Hebamme hat er unzähligen Bissendorfern in die Welt geholfen. Er praktizierte bis 1984. Seine Leidenschaft war die Jagd, er war Jagdpächter in Wennebostel und Bissendorf, ein echter Heger und Pfleger. Kurz vor Jahresende 1995 in Wennebostel gestorben.

KrentlerKrentler, Erich sen., (1929- 2013) geboren und gestorben in Bissendorf, Landwirt, verheiratet 2 Kinder, stark engagiert im Vereinsleben, Schützenverein (4 Königsscheiben), Freiwillige Feuerwehr, Realgemeinde der Höfe Nr. 1-71, Verschönerungsverein, Jagdgenossenschaft. Mitgründer des Zylinderclubs Bissendorf, ein Privatclub, der bei runden Geburtstagen in Bissendorf Brauchtum aufrechterhält, denn immer an einem runden Geburtstag erschienen die Herren im schwarzen Anzug mit roter Schleife und Zylinder. Mithilfe beim Erstellen der „Bildchronik Bissendorf“, Autor der Bücher: „Hand- und Spanndienste in der Ortschaft Bissendorf....." und „Freiwillige Feuerwehr Bissendorf, gegründet 1929“. Erstellung des sog. Dorfkalenders (Vereinskalenders gegen Terminüberschneidungen). Drei Jahre Schöffe beim Amtsgericht Burgwedel in den achtziger Jahren. Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkeit von der Regionalregierung.

 

Es sollte eigentlich um Menschen gehen, die etwas Besonderes sind oder waren für, in und um Bissendorf.